Inhaltsverzeichnis:

 

Hier klicken, um zur Verkaufsinformationsseite zu gelangen!

Vorgeschichte

  • Nach dem Kauf des ersten "Mini-Vans", eines Renault Scénic (erstes Modell), stand fest: nie mehr eine andere Art Auto. Diese Sitzposition ist nicht nur bedeutend bequemer, sondern hat auch sonst viele Vorteile: man fährt entspannter, weniger ermüdend, bessere Verkehrsübersicht, bessere Sicht - gerade auch nachts bei schlechtem Wetter und entgegenkommenden Lichtern.

  • Nach 4 Jahren Scénic folgte dann ein Seat Alhambra (Baugleich VW Sharan), weil ich einen Van mit noch etwas mehr Platz brauchte. Wegen über 30.000 km pro Jahr wieder ein Diesel. Und endlich ein Diesel mit Automatik (ist wie mit "Van", "Sitzheizung", etc.: so lange ich es mir irgendwie leisten kann, nie mehr ohne). Es wurde damals ein Alhambra, weil der als EU - Import konkurrenzlos günstig war: Listenpreis mit Zubehör etwa 70.000 DM - günstigster Preis bei einem deutschen Händler etwa 61.500 DM - Preis bei www.cramer-eu-automobile.de im Dezember 2000 etwa 51.000 DM. (aus Erfahrungen von Bekannten ist auch als gut und seriös zu empfehlen: www.stippler-automobile.de, www.juetten-koolen.de). Entgegen der Erfahrungen vieler anderen Sharan-Fahrer (siehe www.sgaf.de), hatte ich auf 85.000 km kaum Probleme (nur: Türgriffe innen blättern ab, eine Spurstange defekt bei 75.000 km).

  • Nach knapp 3 Jahren entschloss ich mich im Herbst 2003 zum Verkauf des Seat: vor allem wegen der Kids wollte ich was mit Schiebetüren/ Befürchtung, dass die ganzen bekannten Kinderkrankheiten, irgendwann auch bei mir anfangen (Koppelstangen, Spurstangen, Klimakompressor)/ Befürchtung, dass der Wertverlust noch einen größeren Sprung macht, wenn dieser Typ im VW-Konzern 2005 ausläuft/ natürlich auch der Reiz auf was neues/ Wunsch nach einem Auto mit langer Garantiezeit (Seat 1 Jahr - C8 nun 4 Jahre)/ mit gutem Gewissen verkaufen, so lange noch in Top Zustand. Über mobile.de ging er dann relativ schnell an einen Händler aus Potsdam (Auftragskauf).

Kauf

  • die Entscheidung ging nach vielen Überlegungen zugunsten des Eurovan aus (Schiebetüren, Komfortausstattung und Komfortfahrwerk, Crashtestsieger, ...).

  • der Kia Carnival stand noch zur Debatte und war bis zum Schluss mit seiner 3-Jahres Garantie und dem wohl besten Preis/ Leistungsverhältnis Mitfavorit. Er schied aber letztendlich dann doch wegen der Summe einiger Kleinigkeiten aus (Tempomat mechanisch über Seilzug am Gaspedal, zweite Reihe nur 2 Sitze, kein Zuheizer vorhanden, bekannte Kia-Probleme mit Klimaautomatik - siehe www.kiaboard.de, wird die Auflastung auf 2.8 Tonnen und die damit verbundene Steuerermäßigung irgendwann ein Eigentor?).

  • quer über alle Hersteller muss man sagen, dass man bei ca. 50% der Verkäufer den Eindruck bekommt, man müsse sich entschuldigen, dass man ein Auto kaufen will (unfreundlich, Rückrufversprechen werden nicht eingehalten, ...). Aber es gibt auch noch die positiven Ausnahmen, man muss nur etwas suchen und glück haben.

  • innerhalb der Eurovan-Anbieter (Citroen C8, Fiat Ulysse, Lancia Phedra, Peugeot 807) viel die Entscheidung nach dem plötzlichen Privatverkauf (es gab einen Händler, der genau so einen Alhambra mit Diesel + Automatik + Standheizung + .... suchte) nach dem Motto "wer kann den E2 am schnellsten besorgen?" bzw. "welcher Händler stellt mir für die Wartezeit bis zur Auslieferung irgendein Fahrzeug zur Überbrückung zur Verfügung?". Es kamen 2 Peugeot und 1 Citroen - Händler in Frage, die bei gleichem Preis alle sehr freundlich im Umgang waren. Beide Peugeot-Händler boten mir kostenfrei einen Gebrauchtwagen an um die Wartezeit bis zur Lieferung des neuen zu überbrücken.

  • die Entscheidung viel dann zugunsten von Citroen, weil ich hier innerhalb von 2 Wochen einen bekommen konnte (Stand bei einem Händlerkollegen nur mit einer anderen Farbe und mit 2 Sitzen mehr, als gewünscht). Außerdem war das Angebot preislich sehr gut. Obwohl bei Citroen einige Sachen teurer (4 Jahre Garantie) bzw. nur im Paket erhältlich sind, hat mein Citroen - Händler den Preis von Peugeot gehalten. Hierbei hat sich gezeigt, dass der Sonderrabatt des Händlers nur mit dem Jahresende verknüpft war (Thema "Zulassungsziele zum Jahresende erreichen"). 4 Wochen später (ab 1.12.) hätten sich die Zahlen für 2003 erledigt und mein Preis wäre um mindestens 1.500 Euro höher gewesen.

Eindrücke
(Vergleiche beziehen sich auf den Wagen davor "Seat Alhambra 1.9 TDI Tiptronic", Modell 2001 = das erste mit Klarglasscheinwerfer)
  • der erste Eindruck beim Reinsetzen von mir und allen Mitfahrern: noch mal eine Klasse über dem Seat.
  • die Übersichtlichkeit ist wie bei allen Vans natürlich gewöhnungsbedürftig. Wenn man täglich auf engem Raum rückwärts einparken muss, geht das recht fix. Die rückwärtigen Ultraschall - Abstandssensoren erleichtern dass natürlich noch (hatte ich im Seat nicht mitgekauft).
  • das Fahrgeräusch ist subjektiv deutlich leiser, als beim Seat
  • über die Verarbeitung kann man am Anfang noch nicht viel sagen. Der Seat hatte einige Stellen, die nach 1-2 Jahren zu rappeln anfingen. Wie der C8 hier ist, wird sich noch zeigen.
  • den Vorteil von Schiebetüren muss man wohl niemand erläutern.
Motor
  • der HDI läuft deutlich ruhiger als der TDI
  • der Verbrauch ist mit gut 1 Liter pro 100 km deutlich höher als beim TDI. Das wusste ich vorher und ist allgemein bekannt. Einen gewissen Ausgleich muss man natürlich auch beim TDI dafür bezahlen, denn der: braucht teures Pumpe-Düse-Öl / braucht wegen der verschleißfördernden Pumpe-Düse-Elementen alle 60.000 km einen teuren Zahnriementausch / wehe, an den Pumpe-Düse-Einheiten geht mal was kaputt.
  • leider ist der 2.0 HDI oben rum spürbar leistungsschwächer, als der 1.9 TDI. Es gibt zwar noch den 2.2 HDI, aber leider wird dieser Motor nicht mit dem Automatikgetriebe kombiniert (gibt es aber beispielsweise im C5 aus gleichem Hause). Der C8 2.0 HDI ist also kein Rennwagen, was sich vor allem oberhalb der 80 km/h bemerkbar macht. In der Stadt ist der HDI eher der bessere (siehe "Getriebe"). Wenn jemand mit Chiptuning spekuliert, dann hätte er es bei Eurovan leichter, als beim VW-Konzern: während man beim TDI in die Hardware eingreifen müsste (Powerbox oder Kennlinienchip austauschen), kann dies beim Eurovan über die Diagnoseschnittstelle (ODB2) per Software erfolgen (die Profis machen so was in wenigen Minuten).
Getriebe (Automatik)
  • Vorteil beim TDI ist auf jeden Fall der 5. Gang der Tiptronic. Dieser trägt mit Sicherheit einiges zum Verbrauchsunterschied bei. Leider ist die Software dieses Getriebe fast ausschließlich auf Sprit sparen ausgelegt:

Beispiel 1: man rollt auf eine Kreuzung oder rote Ampel zu oder biegt auf eine Beschleunigungspur ein - die Automatik bleibt hier immer in einem hohen Gang - sieht man beim ganz langsamen Rollen, dass die Kreuzung frei ist oder die Ampel umspringt oder eine Lücke und gibt dann wieder gas, so braucht das Getriebe mindesten 1 bis 2 Sekunden, bis der richtige Gang drin ist und der Wagen beschleunigt. Da muss man immer dran denken, sonst steht man schon mal als Hindernis mitten auf der Kreuzung, wenn der vorher weit weg gewesene plötzlich angerauscht kommt. Kommt man vorher mal kurz zum Stehen, dann ist das kein Thema mehr. Hat man wie ich täglich eine Stelle, wo das kritisch ist (Reinbeschleunigen in einen zweispurigen Berufverkehrsstrom), so hilft hier nur: vorher auf manuell stellen und selbst das runterschalten erledigen.

Beispiel 2: man rollt innerorts mit 50 einen Berg ohne Gasgeben runter - weil der TDI hier in den höchsten Gang schaltet, wird man immer schneller und muss das durch Bremsen oder Umschalten auf manuell verhindern. Das ist sehr lästig.

  • Vorteil bei der 4-Stufen Automatik des C8 (auch manuell per Tiptronic schaltbar, wenn man will) ist auf jeden Fall die Software: diese denkt besser mit. Sie schaltet beim Rollen intelligent runter und verhindert somit eine größere Geschwindigkeitszunahme bzw. unterstützt Ausrollvorgänge. Beim Bremsen schaltet sie ebenfalls runter und unterstützt hier mit der Motorbremse sehr angenehm die Verzögerung.
  • weiterer kleiner Vorteil ist die Schaltkulisse des Eurovan: dieses Design ermöglicht den Wechsel (hauptsächlich zwischen D und R) sehr schnell, ohne dass man auf Hebel oder Display schauen muss.
  • Ideal wäre also wohl eine Kombination aus den 5 Gängen des VW-Konzerns mit der Schaltkulisse und der Software des Eurovans.
auffällige Nachteile
  • keine Dachreling lieferbar, nur spezieller Dachträger.
  • keine großen Fächer im Kofferraumbereich (Platz für Warndreieck und Verbandkasten sucht man hier vergeblich). Wagenheber und Werkzeug dazu sind beim Eurovan übrigens im Motorraum untergebracht.
  • keine beheizbare Windschutzscheibe lieferbar.
  • keine integrierten Kindersitze lieferbar (beim Eurovan1 gab es das noch).
  • leider bei allen heutigen Autos: die Wölbung an der oberen Türkante sorgt dafür, dass beim Türöffnen im Winter Schnee auf den Sitz fällt.
besondere Vorteile
  • Vordersitze drehbar auch mit Automatikgetriebe (ging beim Seat nicht)
  • Fernbedienung der Zentralverriegelung hat eine sehr gute Reichweite und ermöglicht auch beim Öffnen direkt alle 4 Scheiben mit zu öffnen (Sommer). Option, die ich habe: Schiebetüren können auch per FB geöffnet werden (praktisch, wenn man öfters schwer beladen zum Auto kommt).
  • hochgeklappte Sitze halten beim Fahren von selbst (beim Seat muss man sie festbinden).
  • man kann zwei Sitze platzsparend hochgeklappt hintereinander in die gleiche Bodenschiene setzen.
  • integrierte Sonnenschutzrollos in der zweiten und dritten Reihe.
  • der Sensor zur Lichteinschaltung ist sehr nützlich. Egal ob in der Dämmerung oder bei der Einfahrt in Tunnel - der C8 schaltet das Licht automatisch ein und aus. Das kann man nicht mehr vergessen.
Radioumbau
  • das Serienradio Clarion RD3 hat diverse Nachteile (kein AUX - Eingang für beispielsweise MP3 - Player), was mich zu einem Austausch bewegte.
  • die Komfortmerkmale "Lenkradfernbedienung" und "Anzeige der Radioinformationen im Armaturenbrettdisplay" sollten aber beibehalten bleiben.
  • Blaupunkt bietet nur einen Adapter zur Nutzung der Lenkradfernbedienung.
  • Der einzige Hersteller, der beide Merkmale bietet ist Sony. Für alle Sony - Radios mit Fernbedienungseingang bietet die Firma www.connects2.com einen entsprechenden "Stalk and Display Adapter" an.
  • ich entschied mich für eine günstige Sony - Variante, das MP3 - Radio CDX-F5500, dass für unter 200 Euro zu bekommen ist (Sommer 2004).
  • nach einigem hin und her im Forum von Connects2 (die Adapter für die 4 Eurovans sind absolut baugleich, haben aber verschiedene Artikelnummern ["Engländer" sage ich dazu nur]), habe ich den Adapter DPGS003 für Peugeot 807 bestellt, da dieser beim Deutschen Distributor vorrätig war und der Adapter mit dem Aufkleber für den C8 "DCTS001" mehrere Wochen Lieferzeit hatte.
  • nach noch mal 4 Wochen Wartezeit, da die Erstlieferung keinerlei Funktion zeigte und auf Garantie getauscht wurde, konnte dann im Juli 2004 alles in Betrieb gehen.

Alle passenden Kabel und Adapter liegen dabei. Glücklicher Weise ist im Radioschacht des C8 zu den Seiten hin genügend Platz, um das ganze Material auch zu verstecken.

Der Adapter funktioniert mit allen Sony - Geräten, die die beiden links zu sehenden Anschlüsse bieten (Remote in für die "Fernbedienung" und Unilink Bus Control für den Informationsaustausch)

Im Display des C8 werden die meisten Radioanzeigen einwandfrei 1:1 dargestellt

Nicht dargestellt (nur für eine zukünftige Nachfolgeversion angekündigt) werden die Informationen (TAGs und Dateinamen) der MP3 - Dateien auf den CD´s. Es erscheinen dann im Fahrzeugdisplay nur Trackangaben, was - aus meiner Sicht - aber nicht weiter stört (ich höre ja was läuft und kann notfalls die Klappe zum Radio öffnen).

Beim Sony - Radio dabei ist serienmäßig noch eine Fernbedienung.
Und natürlich braucht man auch bei Sony ein Spezialwerkzeug, um das Radio wieder aus seiner Halterung herausziehen zu können.

 

Garantiefälle, Schäden, etc. Vorab sei gesagt, dass ich mit dem Auto an sich bisher sehr zufrieden bin und ihn wieder kaufen würde. Vorsorglich hatte ich den Wagen mit 4 Jahren Garantie gekauft.

Auf Garantie erledigt wurde bisher:

  • Beifahrertürschloss getauscht, weil während der Fahrt öfters die Meldung kam "Tür offen".
  • Umrüstaktion "Gummiringe" an der Überleitung der Lüftung von den vorderen Türen zur B-Säule (Luftaustritt, der in die Nierengegend störend blies)
  • Fahrersitz wieder quietschfrei justiert
  • Sonnenrollos 2. Reihe getauscht
  • Wegen eines Lackfehlers wurden die Schweller komplett neu lackiert
  • Die Rückrufaktion "wegfliegende Motorschutzabdeckung" wurde durchgeführt.
  • Habe letzte Woche einen Brief für eine weitere Rückrufaktion bekommen (Unterdruckschläuche) - werde ich bei der nächsten Inspektion machen lassen